Kurzvita

1984 in Havelberg geboren, fühlte ich mich schon als Kind von fantastischen Welten angezogen und malte, ehe ich mit dem Schreiben begann. 2011 erschien mein Debütroman „Seelengold“ im Rahmen der Romance Fantasy-Reihe „Die Chroniken der Akkadier", gefolgt vom zweiten Band "Lichtpfade" im Jahr darauf und dem dritten Teil "Höllentrieb" in 2015. Mit Kurzgeschichten zum Horrorserial „HL Weens Schockstarre“ entdeckte ich eine Vorliebe für blutige Gemetzel.

Heute lebe ich zusammen mit meinem Mann, unserem 2012 zur Welt gekommenen Sohn und zwei Nacktkatzen im altmärkischen Stendal und widme mich zurzeit der Überarbeitung des ersten Teils der Chroniken "Seelengold".

(Foto 2013 © Martin Mertens)

Persönliches

Als ich 2008 mit dem Schreiben begann, suchte ich einen Ausgleich zu meinem finanzorientierten Beruf, der mir viel Spaß macht, mich aber nicht für den Rest meines Lebens ausfüllen würde. Du kennst das: Es muss doch noch mehr geben! Oft zwingt uns die Arbeit dazu, Freizeit und Muße hintenanzustellen. Dabei ist es eben diese Zerstreuung, die unser Leben – abseits von Familie und Freunden – lebenswert macht. Malerei und Musik hatten mich viele Jahre begleitet, reichten aber irgendwie nie ganz, um meiner ausufernden Kreativität genug Raum zu geben. Also begann ich, mich Geschichten abseits der Realität zu widmen, Gedanken und Träume schriftlich auszuformen und festzuhalten.

Ich konnte mich bis heute auf keine Kunstart festlegen. Vielleicht muss ich das auch nicht. Was mich an den schöpferischen Künsten so begeistert, sind die Gefühle, die darin transportiert und mitgeteilt werden. Etwas zu kreieren, mit dem man andere Menschen emotional erreicht. So spielt es vermutlich auch keine Rolle, womit ich mich selbst wann am besten ausdrücken kann. Ob ich mich heute mit Malen, Schreiben, Fotografieren oder Musik am lebendigsten fühle. Und das gilt für jeden von uns. Jeder darf und sollte – wenigstens ein paar Minuten am Tag – genau das tun, was ihn glücklich macht. Am besten so intensiv wie nur möglich. Wenn ich einen schlechten Tag habe, reicht es, einen Stift in die Hand zu nehmen und ein weißes Blatt zu füllen – mit Bildern, Worten, Sätzen, Kritzeleien. Etwas zu erschaffen, das mein Innenleben zum Ausdruck bringt ... und im besten Fall Dich erreicht und berührt. Miteinander zu kommunizieren, ohne sich zu kennen oder gegenüberzusitzen. Denn oft sind wir uns im Inneren ähnlicher als wir denken, haben vergleichbare Probleme und Sorgen, Sehnsüchte und Wünsche.

Literatur ist nicht das, was ist, sondern das, was sein könnte.

Meine Bücher erzählen von Liebe und Verlust, vom Leben und Sterben, vom Zusammen- und Alleinsein. Grenzen wird schon im realen Leben eine zu hohe Bedeutung beigemessen, ich glaube, deswegen zieht es mich eher zu Fantasy. Auf dass ich und du träumen und manchmal vielleicht fliehen können. Tausend Leben leben anstatt nur eins. Den Horizont erweitern und unsere Gesundheit fördern :P Dass Worte mächtig und Lesen gut für deine Seele ist, wissen wir beide, sonst wärst du nicht hier!

Warum ständig Liebe?

Wie könnte ich nicht über Liebe schreiben?!

Wir erfahren in unserem Leben so viele Arten von Liebe – zu einem Partner, in dessen Seele wir uns selbst finden, zu unserer Familie und unseren Freunden, zu uns selbst genauso wie Fremden gegenüber und manchmal vielleicht sogar zum großen Ganzen. Egal ob Liebe rein geistig empfunden wird oder körperlich leidenschaftlichen Ausdruck findet, sie bleibt in der fantastischen Literatur und im Alltag dasselbe. Ich möchte das Surreale so real und greifbar wie möglich gestalten. Fantasy muss nicht unlogisch sein, die Schauplätze nicht frei erfunden. So wird die Handlung in meinen Romanen für mich beim Schreiben zur Realität. Dann sitze ich mit meinem Laptop in Island, sehe die endlosen Weiten um mich herum und spüre den nasskalten Wind. Beobachte die Figuren beim Diskutieren, Kämpfen oder Knutschen. Sie atmen und fühlen und meist hat jeder von ihnen mindestens eine Charaktereigenschaft von mir geerbt. Und so hoffe ich, dass die Geschichten auch für meine Leser zu einer Reise werden, die sich echt anfühlt. Die sich vielleicht sogar nach „Heimkehr“ anfühlt.

Mittlerweile widme ich mich schreibtechnisch auch öfter den Geschehnissen unseres Alltags und lasse alles, was mir da so durch den Kopf raschelt, in zweiwöchentlichen Beiträgen raus. Mal mehr, mal weniger sinnvoll. Generell sollte Kunst individuell sein. Das Wichtigste ist, dass sie einem selbst gefällt. Dass die Fotos, Bilder oder Geschichten mir etwas bedeuten. Nur was von Herzen kommt, kann auch zu Herzen gehen.

Ein Tagebuch schreiben ist fotografieren mit einem Bleistift.

Das Fotografieren war anfangs eher Mittel zum Zweck: Ich wollte qualitativ hochwertige Bilder von meinem kleinen Mistkäfer machen. Doch rückblickend betrachtet, habe ich mit diesem Hobby angefangen, meine Umgebung bewusster wahrzunehmen. Details, besondere Blickwinkel, die Wirkung von ineinander verschränkten Händen, die Tiefe einer Iris. Licht und Schatten, die Besonderheiten verschiedener Tageszeiten, Morgentau, Spinnennetze und Nebel. Gegenlicht und die wahnwitzige Vielfältigkeit von Wolken. Das Geschenk, beim Fotografieren die Zeit anzuhalten. Wenn ich nicht gerade den viel zu schnell Heranwachsenden knipse, bin ich beim Fotografieren gerne mal allein und gebe mich der Atmosphäre der Umgebung hin. Versuche das Schöne im Alltäglichen zu sehen, Momente oder besondere Stimmungen in Bildern festzuhalten. Ich war früher nie allein nachts draußen, schon gar nicht im Winter. Aber sich die Zeit dafür zu nehmen, trotz Kälte und Wind rauszugehen und nach Motiven Ausschau zu halten, gibt mir das Gefühl, näher am Leben zu sein. Raus aus der Komfortzone und rein in die Wildnis (ein bisschen zumindest).

"Musik drückt das aus, was nicht gesagt werden kann und worüber zu schweigen unmöglich ist." – Victor Hugo

In der übrigen Freizeit lese ich gerne, zocke Videospiele oder höre Musik, die eigentlich nie fehlen darf. Sie fängt mich auf und lässt mich fliegen, begleitet meine Gefühle und meinen Alltag. Wirklich jeden Tag – hören, tanzen, mit trällern, fühlen, leiden, heilen, lieben, leben. Und wenn ich mich herausfordern will, klimpere ich abends auf meinem Casio-Keyboard herum, das fast 20 Jahre alt ist und dessen Tasten kaum ausreichen, um ein anständiges Musikstück zu üben. Egal, Hauptsache das Gefühl stimmt.

In diesem Sinne: Make Art, Not War – Love Louder And F*ck Hate!

Lieblingslisten