Etwas ist geblieben

Ich stehe dicht am Abgrund, vor meinen Schuhen die Klippe und das offene Meer. Sonnenstrahlen gelangen vereinzelt durch die Wolken und beleuchten die Wasseroberfläche. Die Wellen rollen unermüdlich, brechen an den Felsen. Meine Hände sind kalt, trotzdem verstecke ich sie nicht in den Taschen. Der Wind kühlt mein Gesicht, kriecht unter die Klamotten und lässt mich frösteln. Genau hier spüre ich es – das Gefühl von Weite in meiner Brust. Ich atme tief und frei, als könnte ich die Welt in mich aufnehmen. Als würde der Wind durch mich hindurchwehen und mich davontragen. Stetes Rauschen erfüllt meine Sinne, Salzluft und der Duft von nassem Gras. Ich balle meine Hände zu Fäusten, um der Kälte entgegenzuwirken. Trotzdem könnte sie kaum willkommener sein.

Lächelnd drehe ich mich um und steige den Hügel hinab. Bei jedem Schritt spüre ich mein Gewicht, das nie leichter war. Unten angekommen gehe ich zum Auto, meine Stiefel knirschen auf dem nassen Sand. Ich steige ein, schnalle mich an, lasse alle Fenster herunter und umfasse mit kalten Fingern das Lenkrad. Der Motor startet, ich gebe Gas, beschleunige und steuere durch die Pfütze. Der Wagen springt und das Wasser spritzt zu beiden Seiten des Fahrzeugs hoch. Mein Herz fliegt.

Etwas ist geblieben. Die Erinnerung an ein Gefühl. Ans Ende der Sehnsucht.

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Von Horizonten & Perspektiven

„Wir sehen die Welt nicht, wie sie ist, sondern wie wir sind.“ – aus dem Talmud

Manchmal frage ich mich, warum wir, also zum Beispiel du und ich, aneinander vorbeireden.

Jemand Schlaues (ich weiß nicht mehr, wer) sagte mal: Es gibt keine objektiven Betrachtungsweisen, denn nur ein Subjekt, also ein Mensch, kann etwas betrachten. Somit ist jede Art der Betrachung subjektiv. Niemand von uns weiß, wie die Welt wirklich aussieht, denn jeder sieht sie nur aus seiner eigenen Perspektive, erlebt sie mit seinen eigenen Sinnen. Was auch immer du gerade vor deiner Nase hast, du kannst zu 90% davon ausgehen (ich habe keine Statistiken dazu erhoben), dass der Mensch neben dir, der auf dieselbe Sache schaut, etwas anderes sieht, empfindet oder denkt als du. Und genau das macht das Schreiben manchmal schwer.

Unsere Sprache ist beschränkt im Gegensatz zu den Bildern, Gedanken und Emotionen in Kopf und Herz. Eine Geschichte in Worte zu fassen, ist eine Herausforderung – Gefühle in ihrer Vielschichtigkeit zu beschreiben, ohne etwas auszulassen. Egal, wie genau ich meine Vorstellungen umschreibe, in deinem Kopf wird beim Lesen dennoch ein anderes Bild entstehen, ein abgewandeltes, weil du meine Worte mit deinen Überzeugungen und Erinnerungen verknüpfst. So können aus einem Bild in meinem Kopf tausend Bilder in deinem und anderen Köpfen werden – für ein und dasselbe Gefühl oder eine Situation, einen Charakter oder einen Ort – weil wir alle so wunderbar vielseitig sind. Weil jeder von uns seine eigene Geschichte hat, seine Betrachtungsweise und Erfahrungen.

Allein ein Wort reicht, um in fünf Köpfen fünf verschiedene Assoziationen wachzurufen.

Es wird mir also zu vermutlich 90% NICHT gelingen, das Bild in meinem Kopf eins zu eins in deinen zu projezieren, etwas genauso wiederzugeben, wie ich es empfinde. Und somit ist es etwas besonderes, einem Menschen zu begegnen, der genau dieselbe Perspektive einnehmen kann. Der uns versteht, ohne dass wir viel erklären müssen. Weil sein Kopf und seine Gefühlswelt unserer so ähnlich sind, dass wir in Situationen dasselbe denken und fühlen. Vielleicht sogar, obwohl wir uns kaum kennen. Aber ich glaube ganz fest daran, dass es diese 10% mit derselben Wellenlänge für jeden von uns da draußen gibt. Auch wenn mir keine Statistken dazu vorliegen :)

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Ein bunt gemustertes Pflaster

Wenn mein Kleiner eine Schramme hat, bekommt er ein Pflaster – am liebsten ein buntes mit Drachen oder Dinos, weil das natürlich besser hilft und der Schmerz wie von allein verschwindet. Klar, so ist das bei Kindern. Bei uns Erwachsenen eigentlich auch?

Verlust lässt Wunden entstehen, die immer wieder von innen heraus schmerzen. Ein nie heilendes Leid, auf das wir kein Pflaster kleben können; über das weder Drachen noch Dinos hinwegtrösten; das eine Leere, ein Vakuum erzeugt und oft schwer zu ertragen ist. Wir begeben uns ganz automatisch auf die Suche nach Ersatz. Nach Ablenkung. Wir fliehen, wenn man es so nennen möchte. Doch zu fliehen ist mit etwas Negativem behaftet, als wären wir feige, würden uns nicht stellen wollen. Ich sehe es anders.

Wenn wir etwas oder jemanden verlieren, haben wir oft das Gefühl, dass ein Teil von uns mit verloren geht. Aber genau diese Sehnsucht kann unser Herz für etwas neues öffnen, um dem Schmerz entgegenzuwirken. Wir suchen nach Dingen, die uns glücklich machen – nicht die dritte Flasche Wein am Abend, sondern etwas das uns tief berührt und beseelt, mit dem wir uns verbunden und angekommen fühlen; etwas, das nur jeder für sich allein finden kann. So unerträglich der Schmerz manchmal auch scheint, kann er uns dabei helfen, unser Potential zu entdecken und unsere Möglichkeiten neu auszuschöpfen. Wir fangen an zu suchen und werden auch finden. Selbst wenn die Außenwelt dein bunt gemustertes Pflaster belächelt oder gar verurteilt – es ist egal, solange es dir hilft. Es mag Flucht oder Verdrängung sein, aber wenn du einen Schmerz in dir trägst, der nicht gehen wird, dann darfst du alles tun, was dich glücklich macht. Was dir das Gefühl gibt, am Leben zu sein. Was dir dein Leben zurückgibt! Denn du hast nur dieses eine und es nicht auszukosten, ergibt keinen Sinn.

Also verurteile deinen Schmerz nicht. Vielleicht wärst du ohne ihn glücklicher, sorgenfreier. Aber dann bliebe alles auf der Strecke, was dir hilft, ihn zu ertragen. Dann würdest du nicht abends laufen gehen und dich abrackern, bis du erschöpft aber zufrieden wieder zu Hause ankommst oder dein inneres Lächeln beim Yoga suchen. Im Auto ohrenbetäubenden Heavy Metall hören, der dein Herz schneller schlagen lässt. Dich in die Gartenarbeit stürzen, weil sie dir das Gefühl gibt, Teil eines großen Ganzen zu sein (oder auch nur für dich, weil du die Blumen so schön findest). Du würdest nicht malen, singen, schreiben oder einen extremen Hindernislauf mitmachen, um das Gefühl zu haben, am Leben zu sein. Wenn wir ohne den Verlust vollends glücklich wären, blieben unsere persönlichen Glücksauslöser auf der Strecke, weil sie nicht nötig wären, um durch den Tag zu kommen, um unser Leben auszukosten. Sollten wir den Schmerz dann also wirklich verteufeln? Ist es so schlecht, sich Wege zu suchen, um glücklich zu sein? Uns mit Dingen zu beschäftigen, die uns erfüllen? Hat der Verlust unser Leben so nicht auf andere Art bereichert und unsere Augen und unser Herz für neues geöffnet?

Ja, es bleibt ein Pflaster, aber ein bunt gemustertes hilft vielleicht doch mehr als ein hautfarbenes, das man kaum sieht. Ein buntes ruft: Ich habe eine Wunde, na und?! Ich mach das beste daraus! Und wenn die Wunde irgendwann kleiner wird und beginnt zu verheilen, dann dürfen wir das Pflaster auch mal abmachen und Luft ranlassen. Dann müssen wir sie vielleicht nicht mehr verstecken. Auch nicht vor uns selbst <3

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Wachsen

Die Augenringe werden dunkler, die Falten tiefer und die Haare in der Bürste heller. Ich bin in einem Alter, wo ich an meine 29 aus Spaß diverse Buchstaben hänge. Ein Alter, in dem der ein oder andere vielleicht zum ersten Mal darüber nachdenkt, wo er in seinem Leben steht, und die Zeit am liebsten zurückdrehen möchte. Aber was wäre denn die Alternative? Gar nicht älter werden? Das klappt nur, wenn man dem Club 27 beitritt und frühzeitig den Löffel abgibt – also keine Option.

Dieses Jahr habe ich meinen Geburtstag ruhiger als sonst empfunden. Davon abgesehen, dass mich sehr viele wirklich herzliche Glückwünsche erreicht haben, die das ein oder andere Tränchen hervorriefen, habe ich den Tag ziemlich entspannt verbracht. Ohne den Druck, dem man sich selbst manchmal an Geburtstagen aussetzt: Du bist jetzt wieder ein Jahr älter! Und? Was hast du erreicht?!

Anfang des Jahres hatte ich mir zum ersten Mal in meinem laaaaangen Leben Gedanken darüber gemacht, was ich dieses Jahr erleben und schaffen möchte (ja, Seelengold steht auch mit drauf :) – aber auch Dinge, die mich ein bisschen Mut kosten. Ich habe sie trotzdem aufgeschrieben und aus dem Bauch heraus von der Löffelliste ein paar Wünsche für 2017 ausgewählt. Und wenn solche Ziele einmal auf Papier stehen, strebt man sie unbewusst an und öffnet sich für Lösungswege, die automatisch zu diesem Ergebnis führen.

Zum Beispiel habe ich mich ein zweites Mal für XLetix angemeldet, ohne groß darüber nachzudenken, ob ich fit genug bin oder noch mal Bock darauf habe, und obwohl ich wusste, wie fürchterlich anstrengend das für mich ist. Mir war egal, dass ich letztes Jahr unterkühlt im Ziel ankam, mir den Fuß überdehnt hatte und der Schlamm drei Tage später noch aus den Ohren rieselte. Was zählte war, dass ich über mich hinausgewachsen bin und Hindernisse geschafft habe, vor denen ich früher weggelaufen wäre.

Ein anderer Herzenswunsch ist, ein Wochenende alleine am Meer zu verbringen. Nur für mich – schreiben, Yoga, am Strand laufen, schwimmen oder einfach nur am Meer sitzen und nichts tun. Es ist mehr eine Sehnsucht, kein fester Plan, etwas Bestimmtes anzusehen oder zu erreichen. Sondern das Bedürfnis, auf mein Herz zu hören und mir etwas Gutes zu tun. Und weil sich dieses Vorhaben durch das Aufschreiben in meinem Kopf festgesetzt hat, habe ich eher unbewusst angefangen, mich mit meinem Umfeld über mögliche Orte zu unterhalten, mich schließlich für einen entschieden, eine Unterkunft direkt am Wasser gefunden und gebucht. Yeah! Und ganz am Anfang dachte ich noch: Ohje, ob ich mich DAS traue …

Ich bin überzeugt davon, wenn wir jedes unserer kostbaren Jahre für die Erfüllung ein paar persönlicher Wünsche nutzen, tut uns das richtig gut und das Älterwerden auch nicht mehr weh.

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Kleinigkeiten III

Es ist schon viel zu lange her, dass ich mich bewusst den Dingen gewidmet habe, die mich täglich begleiten und immer wieder glücklich machen. Kleinigkeiten, denen wir oft keine Beachtung schenken und die wir als selbstverständlich hinnehmen. Egal, ob wir etwas für uns oder andere tun oder es Dinge sind, die von allein in unser Leben kommen – es tut gut, dankbar zu sein!

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Die ersten 20 findest du hier und hier

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Ich liebe …

mich. Ja, richtig. Heute mal mich und nicht dich (was nichts daran ändert, dass ich dich liebe :)

Sei ehrlich, wann hast du dir zum letzten Mal gesagt: Ich liebe mich!? Oder es geflüstert? Wenigstens gedacht? Ganz leise und nur für dich? Schon lange her? Oder … noch nie?

Das müssen wir ändern! So geht das nicht, du kannst nicht jeden anderen lieben und dabei dich selbst vergessen. Denn hey, du bist ein wunderbarer Mensch – immerhin liebe ich dich! Und wenn ich es tue, kannst du es auch ruhigen Gewissens.

Ich vergesse es oft selbst, habe es früher nicht mal in Erwägung gezogen, mir so etwas zu sagen. Warum auch? Ich bin nicht egoistisch oder finde mich so wahnsinnig toll, dass ich mir vor dem Spiegel Küsschen zuwerfe und Liebesgeständnisse mache. Nein, darum geht es nicht. Vergiss mal alles um dich herum, die Menschen, deine Arbeit, die komplette Außenwelt. Und vergiss deine Außenwirkung, ob du gerade gestylt bist oder, so wie ich, in Jogginghose und Antipickel-Creme auf der Couch rumlungerst.

Schließe deine Augen und fühle in dein Herz hinein. Fällt mir manchmal schwer, weil das Laute um uns herum dafür sorgt, dass wir verlernen, uns zu spüren. Als bauten sich Mauern um unser Herz auf und ließen uns selbst nicht mehr heran. Vielleicht weil wir uns in dieser turbulenten Zeit zu selten um unsere Innenwelt kümmern? Aber wenn wir uns darauf konzentrieren, kommen wir durch. Ich liebe mich. Manchmal muss ich das öfter sagen, bis ich etwas merke. Ich liebe mich für all die Gefühle, die jeden Tag in mir hoch- und runtertoben. Für Macken, die niemand versteht. Für Überzeugungen, die andere belächeln. Ich liebe mich, auch wenn ich manchmal falsch reagiere (z.B. wenn ich zu sehr meckere oder etwas persönlich nehme). Ich liebe mich nicht nur, wenn ich kreativ und sportlich bin, sondern auch an Tagen, an denen ich mich antriebslos fühle und nichts zustande bringe (obwohl ich doch eigentlich jeden Tag nutzen möchte). Ich liebe mich, weil ich genau so bin, wie ich eben bin. Trotz Fehlentscheidungen, die ich bereue, aber die lehrreiche Erfahrungen waren. Mit allen guten und schlechten Seiten. Auch mit Pickeln. Scheiß drauf, es gibt Wichtigeres im Leben als unser Äußeres! Nämlich unser Herz und unsere Gefühle und was wir daraus machen. Und wenn du manchmal das Gefühl hast, allein zu sein und niemanden zu haben, der dich so liebt, denk an mich. Ich tue es! Immer! Also kannst du es auch :)

 

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Achtsamkeitstraining

Das Fotografieren war anfangs eher Mittel zum Zweck: Ich wollte qualitativ hochwertige Bilder von meinem kleinen Mistkäfer machen. Doch rückblickend betrachtet, habe ich mit diesem Hobby angefangen, meine Umgebung bewusster wahrzunehmen. Details, besondere Blickwinkel, die Wirkung von ineinander verschränkten Händen, die Tiefe einer Iris. Licht und Schatten, die Besonderheiten verschiedener Tageszeiten, Morgentau, Spinnennetze und Nebel. Gegenlicht und die wahnwitzige Vielfältigkeit von Wolken. Das Geschenk, beim Fotografieren die Zeit anzuhalten.

Wenn ich nicht gerade den viel zu schnell Heranwachsenden knipse, bin ich beim Fotografieren gerne mal allein und gebe mich der Atmosphäre der Umgebung hin. Versuche das Schöne im Alltäglichen zu sehen, Momente oder besondere Stimmungen in Bildern festzuhalten. Ich war früher nie allein nachts draußen, schon gar nicht im Winter. Aber sich die Zeit dafür zu nehmen, trotz Kälte und Wind rauszugehen und nach Motiven Ausschau zu halten, gibt mir das Gefühl, näher am Leben zu sein. Raus aus der Komfortzone und rein in die Wildnis (ein bisschen zumindest).

Alle Fotos – ganz ohne Gelaber meinerseits – gibt’s jetzt auch immer hier.

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Eine Handvoll Blätter 🍃

Wo uns der Sommer manchmal mit Hitze, Trockenheit oder Insekten genervt hat, fehlt er uns an grauen Wintertagen wie derzeit doch ziemlich. An Tagen, an denen die Sonne nicht mal aufzugehen scheint, der Himmel düster und der Wind kalt bleibt. Uns eisig unter jede Schicht Klamotten kriecht und uns unaufhörlich zittern lässt. Eine undurchdringbare Wolkenschicht unsere Stimmung am Boden hält und jeder Anflug von Freude mit einem Peitschenhieb aus Kälte im Gesicht verjagt wird. An Tagen, an denen kein einziges Fleckchen Grün zu finden ist – da vermissen wir den Sommer wohl am meisten.

Die Wärme … im Gesicht und an den Füßen. Wind auf nackter Haut zu spüren. Sonnenauf- und -untergang zu Hause anstelle im Büro zu erleben. Diese grelle Funzel am Himmel überhaupt zu sehen und ihr unser Gesicht lebenshungrig entgegenzustrecken. Licht einzuatmen. Tanzende Flecken unter Bäumen zu beobachten. Das Rascheln der Blätter zu hören …

Ich könnte diese Liste ewig fortsetzen und mich zum Sommer träumen. Vom letzten Spaziergang im September hatte ich noch ein paar Fotos zu liegen. Ein bisschen Grün für graue Tage. Ein bisschen Wärme gegen die Kälte. 💚

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Unter Sternen …

… darf man sich mal klein und unbedeutend fühlen.

Wenn ich in den Himmel schaue, die Wolken beobachte, ihre Formen und Farben betrachte, den Bewegungen folge und in Gedanken mit ihnen schwebe, dann rücken mein eigenes Leben, meine Probleme und Sorgen in den Hintergrund. Ich werde immer kleiner, Streitigkeiten geraten ins Vergessen und ich bin nur noch Teil eines großen Ganzen. Fühle mich unter diesem weiten Himmel klein und leicht.

Wenn wir raus müssen, weil uns die Decke auf den Kopf fällt, die Wände immer enger und die Sorgen immer undurchdringbarer werden. Dann hilft nichts besser, als raus in die Natur. Raus in die Nacht. Rennen. Atmen. Fliegen. Sterne suchen und zählen. Oder außerhalb der Städte von ihrer Fülle und Vielzahl in Ehrfurcht erstarren. In die Milchstraße eintauchen und alles andere in den Hintergrund schieben. Wir sind klein in dieser weiten Welt, ein einzelner Partikel in einem umfassbar großen Universum – nur ein Staubkorn am Zahnrädchen im Getriebe. Und das gilt vor allem für unsere Probleme. Manchmal erschlagen sie uns. Rücken zu oft Gutes in den Hintergrund und wollen unsere totale Aufmerksamkeit. Dabei hilft nichts besser, als alles mit Abstand zu betrachten.

Und zu atmen.

Das Leben zu genießen.

Und einfach mal den Himmel zu beobachten.

 

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🎄 Ich wünsche dir …

… langsame Küsse, innige Umarmungen, tiefes in die Augen schauen und zitterndes Hände streicheln.

Ich wünsche dir die Ruhe, jemandem aufrichtig und ohne Ablenkungen zuzuhören; die Gelassenheit, Verständnis für einen Fehler zu zeigen (auch dir selbst gegenüber); die Herzlichkeit, jemandem zu verzeihen.

Ich wünsche dir Zeit durchzuatmen, deine Umgebung wahrzunehmen und die Wärme deiner Mitmenschen. Zeit, dich dir selbst zu widmen. Zeit, mit deinen Kindern zu spielen oder ihnen beim Schlafen zuzusehen.

Ich wünsche dir uneingeschränkte Selbstliebe und den Mut, deinem Spiegelbild in die Augen zu sehen. Aufrichtig, mit dir und deinen Wünschen umzugehen. Und dieser leisen Stimme in dir zuzuhören. Ich wünsche dir Leichtigkeit, um deine Sorgen nicht zu schwer zu nehmen. Das Wenigste ist so schlimm, dass es dir den Blick für das Schöne im Leben nehmen darf.

Ich wünsche dir alles, was du dir selbst wünschst für dich und deine Lieben. Vor allem aber Gesundheit – körperlich, geistig und emotional.

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