Wachsen

Die Augenringe werden dunkler, die Falten tiefer und die Haare in der Bürste heller. Ich bin in einem Alter, wo ich an meine 29 aus Spaß diverse Buchstaben hänge. Ein Alter, in dem der ein oder andere vielleicht zum ersten Mal darüber nachdenkt, wo er in seinem Leben steht, und die Zeit am liebsten zurückdrehen möchte. Aber was wäre denn die Alternative? Gar nicht älter werden? Das klappt nur, wenn man dem Club 27 beitritt und frühzeitig den Löffel abgibt – also keine Option.

Dieses Jahr habe ich meinen Geburtstag ruhiger als sonst empfunden. Davon abgesehen, dass mich sehr viele wirklich herzliche Glückwünsche erreicht haben, die das ein oder andere Tränchen hervorriefen, habe ich den Tag ziemlich entspannt verbracht. Ohne den Druck, dem man sich selbst manchmal an Geburtstagen aussetzt: Du bist jetzt wieder ein Jahr älter! Und? Was hast du erreicht?!

Anfang des Jahres hatte ich mir zum ersten Mal in meinem laaaaangen Leben Gedanken darüber gemacht, was ich dieses Jahr erleben und schaffen möchte (ja, Seelengold steht auch mit drauf :) – aber auch Dinge, die mich ein bisschen Mut kosten. Ich habe sie trotzdem aufgeschrieben und aus dem Bauch heraus von der Löffelliste ein paar Wünsche für 2017 ausgewählt. Und wenn solche Ziele einmal auf Papier stehen, strebt man sie unbewusst an und öffnet sich für Lösungswege, die automatisch zu diesem Ergebnis führen.

Zum Beispiel habe ich mich ein zweites Mal für XLetix angemeldet, ohne groß darüber nachzudenken, ob ich fit genug bin oder noch mal Bock darauf habe, und obwohl ich wusste, wie fürchterlich anstrengend das für mich ist. Mir war egal, dass ich letztes Jahr unterkühlt im Ziel ankam, mir den Fuß überdehnt hatte und der Schlamm drei Tage später noch aus den Ohren rieselte. Was zählte war, dass ich über mich hinausgewachsen bin und Hindernisse geschafft habe, vor denen ich früher weggelaufen wäre.

Ein anderer Herzenswunsch ist, ein Wochenende alleine am Meer zu verbringen. Nur für mich – schreiben, Yoga, am Strand laufen, schwimmen oder einfach nur am Meer sitzen und nichts tun. Es ist mehr eine Sehnsucht, kein fester Plan, etwas Bestimmtes anzusehen oder zu erreichen. Sondern das Bedürfnis, auf mein Herz zu hören und mir etwas Gutes zu tun. Und weil sich dieses Vorhaben durch das Aufschreiben in meinem Kopf festgesetzt hat, habe ich eher unbewusst angefangen, mich mit meinem Umfeld über mögliche Orte zu unterhalten, mich schließlich für einen entschieden, eine Unterkunft direkt am Wasser gefunden und gebucht. Yeah! Und ganz am Anfang dachte ich noch: Ohje, ob ich mich DAS traue …

Ich bin überzeugt davon, wenn wir jedes unserer kostbaren Jahre für die Erfüllung ein paar persönlicher Wünsche nutzen, tut uns das richtig gut und das Älterwerden auch nicht mehr weh.

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Kleinigkeiten III

Es ist schon viel zu lange her, dass ich mich bewusst den Dingen gewidmet habe, die mich täglich begleiten und immer wieder glücklich machen. Kleinigkeiten, denen wir oft keine Beachtung schenken und die wir als selbstverständlich hinnehmen. Egal, ob wir etwas für uns oder andere tun oder es Dinge sind, die von allein in unser Leben kommen – es tut gut, dankbar zu sein!

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Die ersten 20 findest du hier und hier

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Ich liebe …

mich. Ja, richtig. Heute mal mich und nicht dich (was nichts daran ändert, dass ich dich liebe :)

Sei ehrlich, wann hast du dir zum letzten Mal gesagt: Ich liebe mich!? Oder es geflüstert? Wenigstens gedacht? Ganz leise und nur für dich? Schon lange her? Oder … noch nie?

Das müssen wir ändern! So geht das nicht, du kannst nicht jeden anderen lieben und dabei dich selbst vergessen. Denn hey, du bist ein wunderbarer Mensch – immerhin liebe ich dich! Und wenn ich es tue, kannst du es auch ruhigen Gewissens.

Ich vergesse es oft selbst, habe es früher nicht mal in Erwägung gezogen, mir so etwas zu sagen. Warum auch? Ich bin nicht egoistisch oder finde mich so wahnsinnig toll, dass ich mir vor dem Spiegel Küsschen zuwerfe und Liebesgeständnisse mache. Nein, darum geht es nicht. Vergiss mal alles um dich herum, die Menschen, deine Arbeit, die komplette Außenwelt. Und vergiss deine Außenwirkung, ob du gerade gestylt bist oder, so wie ich, in Jogginghose und Antipickel-Creme auf der Couch rumlungerst.

Schließe deine Augen und fühle in dein Herz hinein. Fällt mir manchmal schwer, weil das Laute um uns herum dafür sorgt, dass wir verlernen, uns zu spüren. Als bauten sich Mauern um unser Herz auf und ließen uns selbst nicht mehr heran. Vielleicht weil wir uns in dieser turbulenten Zeit zu selten um unsere Innenwelt kümmern? Aber wenn wir uns darauf konzentrieren, kommen wir durch. Ich liebe mich. Manchmal muss ich das öfter sagen, bis ich etwas merke. Ich liebe mich für all die Gefühle, die jeden Tag in mir hoch- und runtertoben. Für Macken, die niemand versteht. Für Überzeugungen, die andere belächeln. Ich liebe mich, auch wenn ich manchmal falsch reagiere (z.B. wenn ich zu sehr meckere oder etwas persönlich nehme). Ich liebe mich nicht nur, wenn ich kreativ und sportlich bin, sondern auch an Tagen, an denen ich mich antriebslos fühle und nichts zustande bringe (obwohl ich doch eigentlich jeden Tag nutzen möchte). Ich liebe mich, weil ich genau so bin, wie ich eben bin. Trotz Fehlentscheidungen, die ich bereue, aber die lehrreiche Erfahrungen waren. Mit allen guten und schlechten Seiten. Auch mit Pickeln. Scheiß drauf, es gibt Wichtigeres im Leben als unser Äußeres! Nämlich unser Herz und unsere Gefühle und was wir daraus machen. Und wenn du manchmal das Gefühl hast, allein zu sein und niemanden zu haben, der dich so liebt, denk an mich. Ich tue es! Immer! Also kannst du es auch :)

 

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Achtsamkeitstraining

Das Fotografieren war anfangs eher Mittel zum Zweck: Ich wollte qualitativ hochwertige Bilder von meinem kleinen Mistkäfer machen. Doch rückblickend betrachtet, habe ich mit diesem Hobby angefangen, meine Umgebung bewusster wahrzunehmen. Details, besondere Blickwinkel, die Wirkung von ineinander verschränkten Händen, die Tiefe einer Iris. Licht und Schatten, die Besonderheiten verschiedener Tageszeiten, Morgentau, Spinnennetze und Nebel. Gegenlicht und die wahnwitzige Vielfältigkeit von Wolken. Das Geschenk, beim Fotografieren die Zeit anzuhalten.

Wenn ich nicht gerade den viel zu schnell Heranwachsenden knipse, bin ich beim Fotografieren gerne mal allein und gebe mich der Atmosphäre der Umgebung hin. Versuche das Schöne im Alltäglichen zu sehen, Momente oder besondere Stimmungen in Bildern festzuhalten. Ich war früher nie allein nachts draußen, schon gar nicht im Winter. Aber sich die Zeit dafür zu nehmen, trotz Kälte und Wind rauszugehen und nach Motiven Ausschau zu halten, gibt mir das Gefühl, näher am Leben zu sein. Raus aus der Komfortzone und rein in die Wildnis (ein bisschen zumindest).

Alle Fotos – ganz ohne Gelaber meinerseits – gibt’s jetzt auch immer hier.

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Eine Handvoll Blätter 🍃

Wo uns der Sommer manchmal mit Hitze, Trockenheit oder Insekten genervt hat, fehlt er uns an grauen Wintertagen wie derzeit doch ziemlich. An Tagen, an denen die Sonne nicht mal aufzugehen scheint, der Himmel düster und der Wind kalt bleibt. Uns eisig unter jede Schicht Klamotten kriecht und uns unaufhörlich zittern lässt. Eine undurchdringbare Wolkenschicht unsere Stimmung am Boden hält und jeder Anflug von Freude mit einem Peitschenhieb aus Kälte im Gesicht verjagt wird. An Tagen, an denen kein einziges Fleckchen Grün zu finden ist – da vermissen wir den Sommer wohl am meisten.

Die Wärme … im Gesicht und an den Füßen. Wind auf nackter Haut zu spüren. Sonnenauf- und -untergang zu Hause anstelle im Büro zu erleben. Diese grelle Funzel am Himmel überhaupt zu sehen und ihr unser Gesicht lebenshungrig entgegenzustrecken. Licht einzuatmen. Tanzende Flecken unter Bäumen zu beobachten. Das Rascheln der Blätter zu hören …

Ich könnte diese Liste ewig fortsetzen und mich zum Sommer träumen. Vom letzten Spaziergang im September hatte ich noch ein paar Fotos zu liegen. Ein bisschen Grün für graue Tage. Ein bisschen Wärme gegen die Kälte. 💚

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Unter Sternen …

… darf man sich mal klein und unbedeutend fühlen.

Wenn ich in den Himmel schaue, die Wolken beobachte, ihre Formen und Farben betrachte, den Bewegungen folge und in Gedanken mit ihnen schwebe, dann rücken mein eigenes Leben, meine Probleme und Sorgen in den Hintergrund. Ich werde immer kleiner, Streitigkeiten geraten ins Vergessen und ich bin nur noch Teil eines großen Ganzen. Fühle mich unter diesem weiten Himmel klein und leicht.

Wenn wir raus müssen, weil uns die Decke auf den Kopf fällt, die Wände immer enger und die Sorgen immer undurchdringbarer werden. Dann hilft nichts besser, als raus in die Natur. Raus in die Nacht. Rennen. Atmen. Fliegen. Sterne suchen und zählen. Oder außerhalb der Städte von ihrer Fülle und Vielzahl in Ehrfurcht erstarren. In die Milchstraße eintauchen und alles andere in den Hintergrund schieben. Wir sind klein in dieser weiten Welt, ein einzelner Partikel in einem umfassbar großen Universum – nur ein Staubkorn am Zahnrädchen im Getriebe. Und das gilt vor allem für unsere Probleme. Manchmal erschlagen sie uns. Rücken zu oft Gutes in den Hintergrund und wollen unsere totale Aufmerksamkeit. Dabei hilft nichts besser, als alles mit Abstand zu betrachten.

Und zu atmen.

Das Leben zu genießen.

Und einfach mal den Himmel zu beobachten.

 

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🎄 Ich wünsche dir …

… langsame Küsse, innige Umarmungen, tiefes in die Augen schauen und zitterndes Hände streicheln.

Ich wünsche dir die Ruhe, jemandem aufrichtig und ohne Ablenkungen zuzuhören; die Gelassenheit, Verständnis für einen Fehler zu zeigen (auch dir selbst gegenüber); die Herzlichkeit, jemandem zu verzeihen.

Ich wünsche dir Zeit durchzuatmen, deine Umgebung wahrzunehmen und die Wärme deiner Mitmenschen. Zeit, dich dir selbst zu widmen. Zeit, mit deinen Kindern zu spielen oder ihnen beim Schlafen zuzusehen.

Ich wünsche dir uneingeschränkte Selbstliebe und den Mut, deinem Spiegelbild in die Augen zu sehen. Aufrichtig, mit dir und deinen Wünschen umzugehen. Und dieser leisen Stimme in dir zuzuhören. Ich wünsche dir Leichtigkeit, um deine Sorgen nicht zu schwer zu nehmen. Das Wenigste ist so schlimm, dass es dir den Blick für das Schöne im Leben nehmen darf.

Ich wünsche dir alles, was du dir selbst wünschst für dich und deine Lieben. Vor allem aber Gesundheit – körperlich, geistig und emotional.

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Von Eis und Nebel

Wenn die Welt in Stille gehüllt ist, überzogen von weißen Kristallen, jede Ferne, jede Weitsicht, alles Planen vom Nebel verschluckt – dann fühl ich mich so richtig wohl. Angekommen im Moment, weit ab von Lärm und Leben.

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Der Winter hat diese Art an sich, uns zu Langsamkeit zu zwingen. Morgens dauert’s länger, um zur Arbeit zu kommen, abends fährt man langsamer. Trinkt lieber zu Hause einen Tee auf der Couch, als noch mal raus zu gehen. Abseits der belebten Städte scheint das Leben stillzustehen, abzuwarten auf den Neubeginn. Die Natur zieht sich zurück, schläft unter Frost und Schnee, erstarrt in kaltem Wind.

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Bäume und Pflanzen legen eine Pause ein, die auch uns gut tut. Innehalten und in uns hineinschauen. Auf das hören, was dort spricht, auch wenn es nur leise ist. Denn besonders die leisen Töne verdienen in dieser zu oft lauten Welt unsere Aufmerksamkeit.

🎵 🎶 🎵  

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#lovelouder #fuckhate

Heute, einfach mal so: ganz viel Liebe … für dich!

Unser Leben ist kalt, wird jeden Tag anonymer und steriler. Und ich sehne mich, vielleicht genau wie du, nach Wärme, nach mehr Liebe, zwischenmenschlich und füreinander. Ich für dich. Du für jemand anderen. Wir alle für die Welt. Doch genau diese Welt geht unter. Nicht nur aufgrund von Ereignissen, die weit weg von uns stattfinden und auf die wir keinen Einfluss haben. Sondern auch aufgrund unserer eigenen Mauern, die wir jeden Tag höher bauen. Wir sind abgestumpft, verunsichert, tratschen über Sinnlosigkeiten anstatt Themen anzusprechen und Wahrheiten auszusprechen, die unser Herz berühren. Wir lassen nichts und niemanden an uns heran, manchmal nicht mal uns selbst. Wir fühlen uns ungesehen, missverstanden und allein. Und das ist eine Tragödie, denn wir haben nur dieses eine Leben.

Reiß deine Mauern ein, lass alles zu! Den Schmerz und den Kummer und endlich auch die Liebe. Das Leben ist zu kurz, um in einem Wattebausch zu hausen, um alles zu verleugnen und zu unterdrücken. Und unser Herz ist ein Wunderwerk. Dass wir in der Lage sind, allumfassend zu fühlen und zu lieben, ist ein verfluchtes Geschenk. Nimm es an. Nimm alles, was kommt. Und gib es weiter. Ein Lächeln. Ein nettes Wort. Ein Kompliment. Vergib jemandem. Hilf jemandem. Versuch, durch die Augen deines Gegenübers zu sehen. Wer sagt, dass wir die Welt nicht mitgestalten? Wir beeinflussen unsere Umgebung jeden Tag. Und ich möchte das so positiv wie möglich tun. Die Welt ist zu schlecht und das Leben zu kurz, um es uns gegenseitig noch schwerer zu machen. Anstatt über Unterschiede zu streiten, sollten wir unsere Gemeinsamkeiten feiern. Und das Beste daran: Je mehr Liebe wir geben, desto erfüllter fühlen wir uns.

Love louder! (Ja, auch ich lese manchmal Luder ^^) Ich wünsche mir mehr Licht und Wärme. Und glaube, dass wir alles retten können. Mit Liebe und Verständnis. Es kann uns unmöglich egal sein. Und ich mache gern den Anfang, schicke die Friedenstaube auf die Reise und öffne mein Herz für dich: Ich liebe dich! Genau dich, wo auch immer du gerade bist! Du bist perfekt und wunderschön, genau so, wie du bist! Lass dir nichts anderes einreden. Lass dich von niemandem davon abhalten, dein Leben genau so zu gestalten, wie du möchtest, wie es dich glücklich macht, und teile deine Freude mit der Welt. Hass verbreitet sich von allein, bei der Liebe müssen wir nachhelfen. Aber ich glaube fest an uns, an uns zwei, dich und mich. Lass uns heute beginnen und jemand anderen glücklich machen. Einfach so, weil wir es können. Lass uns der ganzen Welt zeigen, dass die Menschheit besser sein kann. Weil es zu viel schlechte und zu wenig gute Gedanken gibt. Und der erste Schritt beginnt genau hier. Ich drücke und umarme dich – ganz lang und innig – und wünsche dir von Herzen das Beste!

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Zombies vs. Zuckerschock

Dank Buffy und den Simpson mag ich Halloween – diese leckere Mischung aus Verwesung und Karamell, eine Atmosphäre irgendwo zwischen Morbidität und Zuckerrausch. Trotzdem weigere ich mich, Süßigkeiten zu verteilen. Wirklich. Du kannst gerne klingeln kommen, ich mache nicht auf! Es sei denn, du möchtest einen Apfel …

Den Tod zum Thema machen – warum nicht? Er gehört zum Leben. Ich möchte ihn weder fürchten noch herbeiwünschen. Aber zu Halloween gefühlsmäßig mal an die Grenze zu gehen und sich im Tod unsterblich zu fühlen, … ist wie ein Handausstrecken-und-rechtzeitig-zurückziehen. Vorstellen kann ich es mir kaum. Aber mir bewusst zu machen, dass ich nächste Woche fort sein könnte, gibt mir den Mut, jeden einzelnen Tag zu nutzen. Ob nun mit oder ohne Totenschädel-Make-Up.

Gedenke den Verlorenen und deiner eigenen Sterblichkeit. Zu viele holt sie unerwartet ein!

Anbei ein kleiner Auszug aus Edgar Allen Poes „Der Rabe“, das mich schon als Kind fasziniert hat. Jeder Versuch einer Horrorgeschichte erblasst neben seinem Talent, mich mit einer Schwere zu beschenken, bei der sich mein Hals von allein zusammenzieht.

[…] Und der Rabe rührt‘ sich nimmer, sitzt noch immer, sitzt noch immer
auf der bleichen Pallas-Büste überm Türsims wie vorher;
und in seinen Augenhöhlen eines Dämons Träume schwelen,
und das Licht wirft seinen scheelen Schatten auf den Estrich schwer;
und es hebt sich aus dem Schatten auf dem Estrich dumpf und schwer
meine Seele – nimmermehr.

Happy Halloween!

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