Kleinigkeiten III

Es ist schon viel zu lange her, dass ich mich bewusst den Dingen gewidmet habe, die mich täglich begleiten und immer wieder glücklich machen. Kleinigkeiten, denen wir oft keine Beachtung schenken und die wir als selbstverständlich hinnehmen. Egal, ob wir etwas für uns oder andere tun oder es Dinge sind, die von allein in unser Leben kommen – es tut gut, dankbar zu sein!

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Die ersten 20 findest du hier und hier

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Das Sonnenglas

Mein neuste Errungenschaft fürs Herz: ein Sonnenglas. Sammelt Sonne am Tag und schenkt sie in der Nacht. Auf dem Deckel befindet ein kleine Solarplatte, innen ein paar LEDs. Befüllt mit Ostsee-Sand und Muscheln – ein Stück Sommer und Meer im Glas.

Das Foto hab ich aufgenommen in der kleinen Holperstraße hinter unserem Haus; mit dem Sigma 30mm, 1.4er Blende und zirka 1,8 Sekunden Belichtung, wobei ich das Licht im Glas erst im letzten Moment angemacht hab. Im Hintergrund der Bahnhof.

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Achtsamkeitstraining

Das Fotografieren war anfangs eher Mittel zum Zweck: Ich wollte qualitativ hochwertige Bilder von meinem kleinen Mistkäfer machen. Doch rückblickend betrachtet, habe ich mit diesem Hobby angefangen, meine Umgebung bewusster wahrzunehmen. Details, besondere Blickwinkel, die Wirkung von ineinander verschränkten Händen, die Tiefe einer Iris. Licht und Schatten, die Besonderheiten verschiedener Tageszeiten, Morgentau, Spinnennetze und Nebel. Gegenlicht und die wahnwitzige Vielfältigkeit von Wolken. Das Geschenk, beim Fotografieren die Zeit anzuhalten.

Wenn ich nicht gerade den viel zu schnell Heranwachsenden knipse, bin ich beim Fotografieren gerne mal allein und gebe mich der Atmosphäre der Umgebung hin. Versuche das Schöne im Alltäglichen zu sehen, Momente oder besondere Stimmungen in Bildern festzuhalten. Ich war früher nie allein nachts draußen, schon gar nicht im Winter. Aber sich die Zeit dafür zu nehmen, trotz Kälte und Wind rauszugehen und nach Motiven Ausschau zu halten, gibt mir das Gefühl, näher am Leben zu sein. Raus aus der Komfortzone und rein in die Wildnis (ein bisschen zumindest).

Alle Fotos – ganz ohne Gelaber meinerseits – gibt’s jetzt auch immer hier.

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Eine Handvoll Blätter 🍃

Wo uns der Sommer manchmal mit Hitze, Trockenheit oder Insekten genervt hat, fehlt er uns an grauen Wintertagen wie derzeit doch ziemlich. An Tagen, an denen die Sonne nicht mal aufzugehen scheint, der Himmel düster und der Wind kalt bleibt. Uns eisig unter jede Schicht Klamotten kriecht und uns unaufhörlich zittern lässt. Eine undurchdringbare Wolkenschicht unsere Stimmung am Boden hält und jeder Anflug von Freude mit einem Peitschenhieb aus Kälte im Gesicht verjagt wird. An Tagen, an denen kein einziges Fleckchen Grün zu finden ist – da vermissen wir den Sommer wohl am meisten.

Die Wärme … im Gesicht und an den Füßen. Wind auf nackter Haut zu spüren. Sonnenauf- und -untergang zu Hause anstelle im Büro zu erleben. Diese grelle Funzel am Himmel überhaupt zu sehen und ihr unser Gesicht lebenshungrig entgegenzustrecken. Licht einzuatmen. Tanzende Flecken unter Bäumen zu beobachten. Das Rascheln der Blätter zu hören …

Ich könnte diese Liste ewig fortsetzen und mich zum Sommer träumen. Vom letzten Spaziergang im September hatte ich noch ein paar Fotos zu liegen. Ein bisschen Grün für graue Tage. Ein bisschen Wärme gegen die Kälte. 💚

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Unter Sternen …

… darf man sich mal klein und unbedeutend fühlen.

Wenn ich in den Himmel schaue, die Wolken beobachte, ihre Formen und Farben betrachte, den Bewegungen folge und in Gedanken mit ihnen schwebe, dann rücken mein eigenes Leben, meine Probleme und Sorgen in den Hintergrund. Ich werde immer kleiner, Streitigkeiten geraten ins Vergessen und ich bin nur noch Teil eines großen Ganzen. Fühle mich unter diesem weiten Himmel klein und leicht.

Wenn wir raus müssen, weil uns die Decke auf den Kopf fällt, die Wände immer enger und die Sorgen immer undurchdringbarer werden. Dann hilft nichts besser, als raus in die Natur. Raus in die Nacht. Rennen. Atmen. Fliegen. Sterne suchen und zählen. Oder außerhalb der Städte von ihrer Fülle und Vielzahl in Ehrfurcht erstarren. In die Milchstraße eintauchen und alles andere in den Hintergrund schieben. Wir sind klein in dieser weiten Welt, ein einzelner Partikel in einem umfassbar großen Universum – nur ein Staubkorn am Zahnrädchen im Getriebe. Und das gilt vor allem für unsere Probleme. Manchmal erschlagen sie uns. Rücken zu oft Gutes in den Hintergrund und wollen unsere totale Aufmerksamkeit. Dabei hilft nichts besser, als alles mit Abstand zu betrachten.

Und zu atmen.

Das Leben zu genießen.

Und einfach mal den Himmel zu beobachten.

 

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Von Eis und Nebel

Wenn die Welt in Stille gehüllt ist, überzogen von weißen Kristallen, jede Ferne, jede Weitsicht, alles Planen vom Nebel verschluckt – dann fühl ich mich so richtig wohl. Angekommen im Moment, weit ab von Lärm und Leben.

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Der Winter hat diese Art an sich, uns zu Langsamkeit zu zwingen. Morgens dauert’s länger, um zur Arbeit zu kommen, abends fährt man langsamer. Trinkt lieber zu Hause einen Tee auf der Couch, als noch mal raus zu gehen. Abseits der belebten Städte scheint das Leben stillzustehen, abzuwarten auf den Neubeginn. Die Natur zieht sich zurück, schläft unter Frost und Schnee, erstarrt in kaltem Wind.

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Bäume und Pflanzen legen eine Pause ein, die auch uns gut tut. Innehalten und in uns hineinschauen. Auf das hören, was dort spricht, auch wenn es nur leise ist. Denn besonders die leisen Töne verdienen in dieser zu oft lauten Welt unsere Aufmerksamkeit.

🎵 🎶 🎵  

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🍁 ☔ ONE YEAR 🍃 ☀

Im Oktober 2015 fing ich an, jeden Tag an derselben Stelle ein Foto zu machen. Der Plan war, alle Bilder nach einem Jahr zusammenzuscheiden. Quasi 365. Sind es nicht ganz geworden. Knapp vorbei. Aber das erste Jahr ist komplett und ich habe alles zusammengeschnipselt. Ist nicht einfach, die Bilder täglich identisch auszurichten, um den Film wackelfrei hinzukriegen. Aber was ist schon perfekt in diesem Leben? Wer will überhaupt Perfektionismus?! Hallo? Wackler gehören dazu und machen unser Leben erst interessant und lebenswert <3

Viel Spaß mit den 4 Jahreszeiten in einem kleinen Waldstück auf meinem Weg zur Arbeit, Trekkern, Fahrradfahrern und ein paar Selfies … Und ich mach mich jetzt an die nächsten #365 … Natürlich woanders :D

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Fernweh

Es ist tatsächlich schon ein Jahr her, dass ich diese wundervolle Reise machen durfte. Somit wurde es Zeit, endlich einen kleinen feinen Beitrag mit Bildern für dich zusammenzustellen.

Dieses Erlebnis allumfassend zu beschreiben, fällt mir schwer. Zu groß, beinahe übermächtig waren die Eindrücke … Sind die Erinnerungen. Viel gesehen in wenig Zeit, wodurch ich kaum Luft holen konnte. Kaum wirken lassen … Schon gar nicht verarbeiten. Um die vielfältige Schönheit aufzunehmen und wirklich zu sehen, zu spüren und zu erleben, braucht man Zeit. Und Ruhe. Mehr für sich und alles um einen herum. Weniger mit der Kamera in der Hand. Die Fotos sind Erinnerungen, die doch nichts von dem Gefühl, das ich währenddessen in mir trug, einfangen konnten. Sie zeigen den ursprünglichen Reichtum dieser Insel. Wecken Sehnsucht. In mir. Vielleicht auch in dir. Aber die Freiheit von damals, im Innern und um mich herum, war und ist auch heute noch so vieles mehr.

Island, du schöne Seele, ich vermisse dich jeden Tag.

(Pssst, Musik an)

Reykjavîk

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Moderne und Verfall

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Weißes Rauschen

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Soweit das Auge reicht

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Stille

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Schroffe Felsen, weiches Moos

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Streicheleinheiten

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Nachhall

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Eine Tüte Meer

„Wir geh’n mit Sand in den Schuhen und Salz auf der Haut und Wind in den Haaren nach Haus …“ – Philipp Poisel

Nie zuvor hat mich das Meer so berührt wie im letzten Ostsee-Urlaub. Ich weiß nicht genau, was anders war. Vermutlich ich. Denn das Meer war ja eigentlich schon immer da. Genau so, wie es eben ist. Nass, salzig und unendlich. Gewaltig und laut, wenn die Wellen höher schlagen. Friedlich und still, am Morgen, wenn kaum eine Bewegung vorhanden ist. Ich habe mal gelesen, der Klang des Rauschens soll uns beruhigen, weil es uns an die Zeit im Mutterleib erinnert. Vielleicht stimmt das. Ich kann es nicht genau beschreiben, aber mit jedem Tag am Strand fiel mir der Abschied schwerer. Und jedes Mal, wenn ich ins Wasser gegangen bin, fühlte ich mich irgendwie verbunden. Und angekommen. Akzeptiert. Und frei. Und wenn ich morgens bis auf ein paar Nackedeis allein am Strand saß und einfach nur lauschte, gab es nichts, was mir in diesen Momenten gefehlt hätte.

Falls du das irgendwie nachempfinden kannst oder möchtest, anbei ein kleines Video. Es ist nicht dasselbe, aber eine schöne Erinnerung daran.

 

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Und falls du das Meer genauso liebst wie ich, mal eine Empfehlung ganz anderer Art: ABZÛ ist ein Videospiel, das dich in die tiiiiiefsten Tiefen des Ozeans lockt, nicht etwa um schweißgebadet ums Überleben zu kämpfen, sondern schlichtweg um die unfassbare Schönheit zu genießen. Mit Walen schwimmen, durch riesige Fischschwärme tauchen oder mit Delphinen springen? Geht alles! Und hat mir unglaublichen Spaß bereitet. Für Genießer und Entdecker : )

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Kleinigkeiten II

Dinge bewusst tun. Achtsam. Mit voller Aufmerksamkeit und ganzer Konzentration. Ist gar nicht so einfach. Ständig fliegen mir Gedanken durch den Kopf. Erinnerungen an Vergangenes oder Grübeleien über Bevorstehendes. Doch nichts davon gehört diesem Moment. Fuck multitasking. Love singletasking. :)

Folge 2 zu meinen geliebten Kleinigkeiten. Die ersten 10 findest du hier

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