Sie träumte vom Sterben. Er glaubte nicht an die Liebe. Doch das Schicksal hatte längst entschieden.

CoverSeelengold

Nach dem Tod ihrer Mutter leidet Selene unter Albträumen und zieht sich aus der Realität zurück. Nur der Akkadier Roven McRae, Nachkomme der babylonischen Göttin Ishtar, scheint sie vor dem inneren Verfall zu bewahren.
Unweigerlich gerät Selene tiefer in die Welt des Unsterblichen. Flüchtet sich in die Wärme, die nur er ihr geben kann, ohne zu ahnen, welches Schicksal sie heraufbeschwört.

Seiten: ca. 300
Preis: ---

Wiederveröffentlichung als Print und eBook in Vorbereitung

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Leseprobe

Auszug Kapitel Zwölf

|…| Selene sah den goldenen Nebel, der Rovens Rückkehr ankündete, und sprang erleichtert von der Stufe auf. Doch als Roven vor ihr stand, wirkte er wie versteinert, den Blick abgewandt. Er stützte sich auf sein Schwert, Shirt und Ledermantel klafften auseinander und zeigten eine große Wunde. Goldenes Blut tropfte auf den Steinboden. Auch Rovens linke Schulter schien verwundet zu sein.
„Geht’s … dir gut?“
Er reagierte nicht.
„Roven?“
Der Akkadier richtete sich auf und holte zischend Luft, schwang sein Schwert in die Höhe und verstaute es in der Halterung am Rücken. „Passt schon“, murmelte er und biss die Zähne zusammen. Er warf ihr einen kurzen Blick zu. „Hier war alles ruhig?“
Sie nickte.
Daraufhin machte er kehrt und marschierte Richtung Küche.
Selene sah ihm nach, überlegte kurz. „Ist es schlimm?“
Er winkte ab.
Sie schaute auf die Tasche zu ihren Füßen, schob sie an die Seite und ging ihm hinterher. „Kann ich …“ Als sie den kleinen Speiseraum erreichte, war er schon weiter in der Küche. Selene folgte ihm in den dunklen Raum und blieb stehen. Das Pendeln der Schwingtür hinter ihr ebbte ab und sperrte das restliche Licht aus. Selene versuchte in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Sie hörte ihn am Tresen vorbeigehen, bis er stehenblieb und die Finsternis mit Stille erfüllte. Selene wurde nervös. Eigentlich wollte sie ihm beistehen, fühlte sich verantwortlich für seine Verletzungen. Aber mit ihm in einem dunklen Raum zu sein, war irgendwie komisch. Ihr Herz raste. Gott sei Dank gewöhnten sich ihre Augen ans Dunkel, sodass sie schwache Umrisse erkannte. Er stand vor dem Kühlschrank, die Hand am Griff, und wartete. ▼ Weiterlesen