Lesejahr 2017

Weil auf meiner Löffelliste so viele Bücher stehen, die ich gerne lesen möchte, habe ich mir dieses Jahr öfter explizit Zeit dafür genommen. So habe ich 9 wundervolle Bücher zu Ende gelesen, von denen ich dir meine Favoriten hier vorstelle. Vielleicht ist ja das ein oder andere für dich dabei - absichtlich ohne Amazon-Verlinkung. Frag doch mal in deiner Bücherei um die Ecke :)

Bücher über Verlust und Tod

Sieben Minuten nach Mitternacht habe ich eher durch Zufall gekauft. Es war das erste Buch, was mich in diesem Jahr tief berührt hat. Die Geschichte ist kurz und knackig geschrieben, ohne viel Drumherum, und dabei trotzdem gefühlvoll erzählt, sodass ich mir mehr Seiten und mehr Text gewünscht hätte. Eine zutiefst traurige Erfahrung, die einen dennoch nicht hilflos zurück lässt. Dass es sich eigentlich um ein Jugendbuch handelt, merkt man wohl nur durch die Zeichnungen, die ebenfalls trotz ihrer Düsternis wie ein Rettungsanker wirken.

Die Liebe und ihr Henker zu lesen, ergab sich aus einem persönlichen Bedürfnis heraus. Ich frage mich oft, wie Psychologen über Themen denken, die mich beschäftigen. Der Autor hat schon mehrere solcher Geschichtensammlungen (Fälle aus seiner Praxis als Psychotherapeut) herausgebracht. Ich kenne aber nur dieses. Die Geschichten sind durchweg interessant und vielschichtig geschrieben. Tatsächlich hat mir ab und zu ein bisschen mehr Emphatie gefehlt. Trotzdem ein tolles Buch, das ich auch ein zweites Mal lesen würde.

Bücher über Erleuchtung und Zen

Siddharta war mein erstes Buch über Spiritualität. Die Sprache ist gewöhnungsbedürftig, aber wenn man sich drauf einlässt und es vielleicht nicht direkt vor dem Schlafengehen versucht, geht es ganz gut :) Die Geschichte um Siddharta und seine Suche nach dem Sinn des Lebens ist schön erzählt und ich glaube, je öfter man dieses Buch liest, desto mehr Weisheiten kann man daraus mitnehmen. 

Auf Surfing Buddha bin ich dank eines Blogs gestoßen, die Kombination aus Fernweh und der Suche nach dem Lebenssinn hat mich direkt angesprochen. Und Buddha geht sowieso immer :) Das Buch ist toll, sprachlich kein Überflieger, aber muss es auch nicht. Es ist ehrlich erzählt und ich dachte so oft Boah, das Gefühl kenne ich, obwohl ich noch nie in der Situation war, die der Autor gerade beschrieb. Egal ob beim Surfen, Meditieren und dem inneren Drang nach Flucht - ich habe mich aufgehoben und verstanden gefühlt und das schafft nicht jedes Buch. Würde ich immer wieder lesen!

Bücher über Glück

Was für ein Buch! Von der ewigen Liebe, dem Schicksal und der Weltenseele ... Der Alchemist hatte für mich ein Aha-Erlebnis. Die Geschichte wirkt trotz ihrer magischen Momente echt und ich hab mir oft gewünscht, dabei sein zu können. Eine Reise, ein Suchen und ein Finden. Und dieser Moment, wo ich übers ganze Gesicht gestrahlt habe, weil es mich so tief berührt und beflügelt hat. Es ist das Universum in unserem Herzen, genau dorthin zeigt dieses Buch.

Der Pfad des friedvollen Kriegers - autobiografisch - kommt weniger spirituell daher, als das Cover vermuten lässt, sondern reell, wenn gleich fantastisch. Was auch immer für den Autor Realität ist, was auch immer er gesehen und erlebt hat - solange mir niemand das Gegenteil beweist, kann und will ich an fast alles glauben. Und auch dieses Buch hatte ein absolutes Aha-Erlebnis. Ich habe es mitten in der Nacht zu Ende gelesen, weil ich nicht schlafen konnte und bin anschließend mit einem breiten Grinsen friedlich eingeschlummert. Tatsächlich hat es mich über Tage hinweg getragen und beseelt. Ohne Zweifel, es ist möglich, grundlos glücklich zu sein. <3

2 Gedanken zu “Lesejahr 2017

  1. Ich habe „Sieben Minuten nach Mitternacht“ als Film gesehen und fand ihn sehr beeindruckend. Die Geschichte wurde durch gewaltige Bilder und Effekte und einer wahnsinnig stimmigen Musik mitfühlend erzählt.

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