Ein Herzschlag pro Welle ­čîŐ

Hinter mir liegt ein wundervolles Wochenende an der Ostsee. Nicht, wie einst geplant, alleine, sondern zusammen mit meiner lieben Mama. Es h├Ątte wohl kaum sch├Âner werden k├Ânnen (finden wir beide) :)

Abseits des Alltags erscheint das Leben immer etwas leichter. Weg von alten Gedankenkreisen, Problemen und festgefahrenen Strukturen. Als k├Ânnte man sein Leben f├╝r den Moment der Reise verlassen und von au├čen betrachten. Reduziert auf das Wesentliche. In der Fremde bin ich ganz bei mir und meiner Umgebung, nehme neues voller Achtsamkeit auf und vergesse, was unwichtig ist. Zu viele Eindr├╝cke, um noch in alten Fu├čabdr├╝cken steckenzubleiben.

Dabei musste ich oft an den Moment zur├╝ckdenken, als ich meine Ausfl├╝ge f├╝r dieses Jahr geplant habe (im ├ťbrigen zum ersten Mal so bewusst). Die besten Entscheidungen – du wei├čt es – beginnen mit einem „Ach, schei├č drauf!“. Da beschloss ich, alleine ans Meer zu fahren, ohne zu wissen, was ich da eigentlich machen m├Âchte. H├Ątte ich nicht den Mut gehabt, mir eine Unterkunft zu buchen, w├Ąre es wohl auch nicht dazu gekommen, dass ich zusammen mit meiner Mama dorthin fahre. Also bin ich stolz auf mich und auch auf meine Mama, weil sie den Mut hatte, mich zu fragen, ob sie mitkommen d├╝rfe.

Ich habe oft das Gef├╝hl, nicht die richtigen Worte zu finden, um auszudr├╝cken, wie viel mir etwas oder jemand bedeutet. Am Meer zu sein, stillt eine Sehnsucht, die ich fr├╝her kaum wahrgenommen habe, die in letzter Zeit aber immer lauter geworden ist. Vielleicht kann ich meinem Inneren mittlerweile auch besser zuh├Âren. Ich habe neulich im Buch „Surfing Buddha“ ein sch├Ânes Zitat gelesen: Mutter, die ich nie gekannt. Jedes Mal, da ich den Ozean erblicke. Jedes Mal.

Es ist wie ein Ankommen. Wie Heimat in der Fremde. Als w├Ąre alles da, was ich vermisst habe, ohne genau beschreiben zu k├Ânnen, was mir gefehlt hat. Denn eigentlich sind da nur ich … und das Wasser. Mehr nicht.

2 Gedanken zu “Ein Herzschlag pro Welle ­čîŐ

  1. Du sprichst mir wieder mal aus der SeeleÔŁĄ´ŞĆ Mir geht es genauso. An der Ostsee ist einfach alles anders. Ich versuche jedes Jahr bzw. alle zwei Jahre eine Woche an der Ostsee zu verbringen. Und egal, wie das Wetter ist, da gibt es nur die Wellen, den Wind und mich. Ich f├╝hle mich dort einfach zuhause und selbst meiner Tochter geht es schon so. Jetzt m├Âchte sie Meeresbiologie studieren, damit wir an die See ziehen k├Ânnen. Das dauert dann zwar noch 10 Jahre, aber man kann ja schon mal planen­čśé

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