Ein Herzschlag pro Welle 🌊

Hinter mir liegt ein wundervolles Wochenende an der Ostsee. Nicht, wie einst geplant, alleine, sondern zusammen mit meiner lieben Mama. Es hätte wohl kaum schöner werden können (finden wir beide) :)

Abseits des Alltags erscheint das Leben immer etwas leichter. Weg von alten Gedankenkreisen, Problemen und festgefahrenen Strukturen. Als könnte man sein Leben für den Moment der Reise verlassen und von außen betrachten. Reduziert auf das Wesentliche. In der Fremde bin ich ganz bei mir und meiner Umgebung, nehme neues voller Achtsamkeit auf und vergesse, was unwichtig ist. Zu viele Eindrücke, um noch in alten Fußabdrücken steckenzubleiben.

Dabei musste ich oft an den Moment zurückdenken, als ich meine Ausflüge für dieses Jahr geplant habe (im Übrigen zum ersten Mal so bewusst). Die besten Entscheidungen – du weißt es – beginnen mit einem „Ach, scheiß drauf!“. Da beschloss ich, alleine ans Meer zu fahren, ohne zu wissen, was ich da eigentlich machen möchte. Hätte ich nicht den Mut gehabt, mir eine Unterkunft zu buchen, wäre es wohl auch nicht dazu gekommen, dass ich zusammen mit meiner Mama dorthin fahre. Also bin ich stolz auf mich und auch auf meine Mama, weil sie den Mut hatte, mich zu fragen, ob sie mitkommen dürfe.

Ich habe oft das Gefühl, nicht die richtigen Worte zu finden, um auszudrücken, wie viel mir etwas oder jemand bedeutet. Am Meer zu sein, stillt eine Sehnsucht, die ich früher kaum wahrgenommen habe, die in letzter Zeit aber immer lauter geworden ist. Vielleicht kann ich meinem Inneren mittlerweile auch besser zuhören. Ich habe neulich im Buch „Surfing Buddha“ ein schönes Zitat gelesen: Mutter, die ich nie gekannt. Jedes Mal, da ich den Ozean erblicke. Jedes Mal.

Es ist wie ein Ankommen. Wie Heimat in der Fremde. Als wäre alles da, was ich vermisst habe, ohne genau beschreiben zu können, was mir gefehlt hat. Denn eigentlich sind da nur ich … und das Wasser. Mehr nicht.

2 Gedanken zu “Ein Herzschlag pro Welle 🌊

  1. Du sprichst mir wieder mal aus der Seele❤️ Mir geht es genauso. An der Ostsee ist einfach alles anders. Ich versuche jedes Jahr bzw. alle zwei Jahre eine Woche an der Ostsee zu verbringen. Und egal, wie das Wetter ist, da gibt es nur die Wellen, den Wind und mich. Ich fühle mich dort einfach zuhause und selbst meiner Tochter geht es schon so. Jetzt möchte sie Meeresbiologie studieren, damit wir an die See ziehen können. Das dauert dann zwar noch 10 Jahre, aber man kann ja schon mal planen😂

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