Achtsamkeitstraining

Das Fotografieren war anfangs eher Mittel zum Zweck: Ich wollte qualitativ hochwertige Bilder von meinem kleinen Mistkäfer machen. Doch rückblickend betrachtet, habe ich mit diesem Hobby angefangen, meine Umgebung bewusster wahrzunehmen. Details, besondere Blickwinkel, die Wirkung von ineinander verschränkten Händen, die Tiefe einer Iris. Licht und Schatten, die Besonderheiten verschiedener Tageszeiten, Morgentau, Spinnennetze und Nebel. Gegenlicht und die wahnwitzige Vielfältigkeit von Wolken. Das Geschenk, beim Fotografieren die Zeit anzuhalten.

Wenn ich nicht gerade den viel zu schnell Heranwachsenden knipse, bin ich beim Fotografieren gerne mal allein und gebe mich der Atmosphäre der Umgebung hin. Versuche das Schöne im Alltäglichen zu sehen, Momente oder besondere Stimmungen in Bildern festzuhalten. Ich war früher nie allein nachts draußen, schon gar nicht im Winter. Aber sich die Zeit dafür zu nehmen, trotz Kälte und Wind rauszugehen und nach Motiven Ausschau zu halten, gibt mir das Gefühl, näher am Leben zu sein. Raus aus der Komfortzone und rein in die Wildnis (ein bisschen zumindest).

Alle Fotos – ganz ohne Gelaber meinerseits – gibt’s jetzt auch immer hier.

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