Zombies vs. Zuckerschock

Dank Buffy und den Simpson mag ich Halloween – diese leckere Mischung aus Verwesung und Karamell, eine Atmosphäre irgendwo zwischen Morbidität und Zuckerrausch. Trotzdem weigere ich mich, Süßigkeiten zu verteilen. Wirklich. Du kannst gerne klingeln kommen, ich mache nicht auf! Es sei denn, du möchtest einen Apfel …

Den Tod zum Thema machen – warum nicht? Er gehört zum Leben. Ich möchte ihn weder fürchten noch herbeiwünschen. Aber zu Halloween gefühlsmäßig mal an die Grenze zu gehen und sich im Tod unsterblich zu fühlen, … ist wie ein Handausstrecken-und-rechtzeitig-zurückziehen. Vorstellen kann ich es mir kaum. Aber mir bewusst zu machen, dass ich nächste Woche fort sein könnte, gibt mir den Mut, jeden einzelnen Tag zu nutzen. Ob nun mit oder ohne Totenschädel-Make-Up.

Gedenke den Verlorenen und deiner eigenen Sterblichkeit. Zu viele holt sie unerwartet ein!

Anbei ein kleiner Auszug aus Edgar Allen Poes „Der Rabe“, das mich schon als Kind fasziniert hat. Jeder Versuch einer Horrorgeschichte erblasst neben seinem Talent, mich mit einer Schwere zu beschenken, bei der sich mein Hals von allein zusammenzieht.

[…] Und der Rabe rührt‘ sich nimmer, sitzt noch immer, sitzt noch immer
auf der bleichen Pallas-Büste überm Türsims wie vorher;
und in seinen Augenhöhlen eines Dämons Träume schwelen,
und das Licht wirft seinen scheelen Schatten auf den Estrich schwer;
und es hebt sich aus dem Schatten auf dem Estrich dumpf und schwer
meine Seele – nimmermehr.

Happy Halloween!

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