„Du gehst mir auf den Sack!“ (Leseprobe SG)

Da ich mittlerweile etwa 35% der Überarbeitung von Seelengold 2.0 geschafft habe, dachte ich mir, ich suche dir mal eine nette Leseprobe raus, die zwar „alten“ Inhalt hat, aber neu geschrieben wurde. Der ein oder andere erkennt sie sicherlich. Sie ist länger geworden, als ich eigentlich wollte. Aber mehr kürzen gelang mir jetzt auch nicht so richtig. Ich mag die Szene(n) einfach. Du hoffentlich auch. Lass es mich wissen. :)

Und jetzt: Vorhang auf für ROVEN & SELENE <3

 

Auszug Kapitel Zwölf

|…| Selene sah den goldenen Nebel, der Rovens Rückkehr ankündete, und sprang erleichtert von der Stufe auf. Doch als Roven vor ihr stand, wirkte er wie versteinert, den Blick abgewandt. Er stützte sich auf sein Schwert, Shirt und Ledermantel klafften auseinander und zeigten eine große Wunde. Goldenes Blut tropfte auf den Steinboden. Auch Rovens linke Schulter schien verwundet zu sein.
„Geht’s … dir gut?“
Er reagierte nicht.
„Roven?“
Der Akkadier richtete sich auf und holte zischend Luft, schwang sein Schwert in die Höhe und verstaute es in der Halterung am Rücken. „Passt schon“, murmelte er und biss die Zähne zusammen. Er warf ihr einen kurzen Blick zu. „Hier war alles ruhig?“
Sie nickte.
Daraufhin machte er kehrt und marschierte Richtung Küche.
Selene sah ihm nach, überlegte kurz. „Ist es schlimm?“
Er winkte ab.
Sie schaute auf die Tasche zu ihren Füßen, schob sie an die Seite und ging ihm hinterher. „Kann ich …“ Als sie den kleinen Speiseraum erreichte, war er schon weiter in der Küche. Selene folgte ihm in den dunklen Raum und blieb stehen. Das Pendeln der Schwingtür hinter ihr ebbte ab und sperrte das restliche Licht aus. Selene versuchte in der Dunkelheit etwas zu erkennen. Sie hörte ihn am Tresen vorbeigehen, bis er stehenblieb und die Finsternis mit Stille erfüllte. Selene wurde nervös. Eigentlich wollte sie ihm beistehen, fühlte sich verantwortlich für seine Verletzungen. Aber mit ihm in einem dunklen Raum zu sein, war irgendwie komisch. Ihr Herz raste. Gott sei Dank gewöhnten sich ihre Augen ans Dunkel, sodass sie schwache Umrisse erkannte. Er stand vor dem Kühlschrank, die Hand am Griff, und wartete.
„Kann ich –“
„Nein. Geh.“
„Warum?“
„Ich möchte allein sein.“
Sie zögerte. „Wieso?“
Er atmete hörbar ein, seine Schultern hoben sich. „Weil ich es möchte!“, antwortete er gepresst.
„Du bist verletzt.“
„Sag bloß.“
„Was soll das? Warum bist du so zu mir?“
Er drehte sich um, seine Augen wirkten heller. „Ich habe Schmerzen und möchte jetzt verdammt noch mal meine Ruhe haben.“
Sie kniff die Augen wütend zusammen, auch wenn er es nicht sehen konnte. „Und ich möchte verflucht noch mal für dich da sein. Immerhin bist du meinetwegen verletzt!“
„Selene, ich bin über siebenhundert Jahre alt. Ich habe schon Schlimmeres überstanden als ein paar Schnitte.“
„Ist mir egal. Ich gehe nicht.“
Er stöhnte genervt und drehte ihr den Rücken zu. „Du gehst mir auf den Sack!“
Ihr blieb der Mund offenstehen, doch sie schüttelte den Ärger ab. „Nicht mein Problem!“ Selene traute sich zwei Schritte vor und setzte sich auf einen Barhocker.
„Bitte. Wie du willst!“
Roven öffnete den Kühlschrank, und das Licht von innen blendete sie. Selene hielt sich die Hand vor Augen und sah schemenhaft, wie er eine milchige Scheibe aufschob. In dem kleinen Extrafach standen fünf Plastikbecher, die mit einer roten Flüssigkeit gefüllt waren. Zielgerichtet nahm Roven einen davon und schloss die Tür wieder. Nachdem er sich umgedreht hatte, zog er den Deckel ab und warf ihn auf die Arbeitsplatte. Seine Augen fingen an zu strahlen und beleuchteten den Becher. Der Inhalt wirkte dickflüssig.
„Was ist das? Götterspeise?“, fragte sie.
„Mhm.“ Er trank den Becher leer und stellte ihn auf den Tresen, wischte sich über den Mund und setzte sich ihr gegenüber.
Selene verzog das Gesicht. „Was war das?“
„Blut.“ Seine Stimme klang eigenartig. Tiefer.
Sie wich zurück. Schauderte und bekam Gänsehaut. „Wie … meinst du das?“
Er schwieg einen Moment. „Ich denke, du hast mich verstanden.“
In ihrem Kopf spielten sich plötzlich grausame Szenen ab. Sie wusste nicht, was sie sagen sollte. Was sie denken sollte. Was war er? Was tat er?
„Schweineblut“, erklärte Roven. Seine Augen wurden wieder dunkler, die Stimme hatte sich normalisiert. Er lehnte sich nach hinten und betätigte einen Schalter unterhalb der Küchenzeile. In den Ecken ging indirekte Beleuchtung an.
Der Akkadier schaute ihr in die Augen und versuchte zu lächeln. „Du gehst mir nicht auf den Sack. Entschuldige …“
Selene wusste immer noch nicht, was sie sagen sollte.
„Ich trinke Blut“, fuhr er fort. „Etwas anderes hält meinen alten Körper nicht am Leben. Im Kühlschrank steht immer etwas Schweineblut für den Fall der Fälle. Wenn ich verletzt werde, hilft es bei der Heilung.“
Sie nickte langsam.
„Aber … ich trinke auch menschliches Blut.“
Selene schluckte. Überlegte. „Soll das heißen, …“
„Nein. Ich bringe keine Menschen um. Ich quäle sie nicht. Ich lasse sie nicht in meinem Keller ausbluten oder führe irgendwelche Rituale durch. Nichts dergleichen. Normalerweise betäube ich sie, trinke, verschließe die Wunde und lass sie wieder allein. Sie erinnern sich nicht daran.“ Er zuckte mit der Schulter. „Ist ne kleine Opfergabe dafür, dass wir sie beschützen.“
Selene fasste sich an den Hals. „Hast du …?“
„Nein.“
„Ich würde mich eh nicht dran erinnern, oder?“
„In deinem Fall – vermutlich würdest du. Ich kann deinen Kopf nicht so beeinflussen wie bei anderen Menschen.“
„Woher weißt du das?“
„Ich hab’s probiert. Damals im Wald. Als wir zusammengestoßen sind … Um dir die Angst zu nehmen. Aber ich glaube, es hat nicht geklappt. Zumindest nicht so, wie es sollte.“
Selene ließ diese Information sacken.
„Möchtest du was trinken?“ Er stand auf.
„Äh …“ Das Wort irritierte sie dank der neuen Erkenntnisse.
„Kaffee? Tee?“
„Ich glaub, … Ähm, hättest du n Bier?“
Er grinste. „Klar. Ale?“
„Gerne.“
Er holte zwei Flaschen aus dem Schrank und öffnete sie, stellte eine vor ihr auf den Tisch und hielt ihr seine hin. Selene stieß mit ihm an und nahm einen Schluck. Roven setzte sich wieder und schwenkte die Flasche in der Hand.
„Unfassbar, dass ich mit dir ein Bier trinke.“
„Hey, ich trinke ja nicht nur Blut.“
Sie lachte trocken. „Das meine ich nicht.“
„Ich weiß.“
„Ich weiß überhaupt nicht mehr, was ich glauben soll. Was ich denken soll. Was richtig und was falsch ist.“
„Ja. Versteh ich. Bisschen viel auf einmal.“ […] Roven fuhr sich mit der Hand durchs Haar und zuckte kurz, hatte seine Wunden wohl vergessen. Er spannte den Kiefer an und hielt inne, schaute verkniffen drein.
„Du hast Schmerzen.“
Er winkte ab.
„Musst du das nicht verbinden?“
„Nicht unbedingt.“
„Aber es schadet nicht?“
„Nein.“
„Dann los. Ich helf dir!“
Er zog ein Gesicht. „Ich kann das allein.“
„Das weiß ich. Hast du ja siebenhundert Jahre lang geübt. Aber wenn ich hier bin, kann ich mich auch nützlich machen.“ Sie stand auf und sah ihn an. „Bitte.“
Er seufzte und klang dabei sehr alt. „Meinetwegen.“
Zusammen verließen sie die Küche. […] Roven hob Selenes Tasche im Vorbeigehen von der Treppe auf und stöhnte bei der Bewegung.
Sie hielt die Hand auf. „Gib her.“
„Vergiss es!“
„Du bist so ein sturer Bock!“
„Danke“, sagte er stolz und reckte das Kinn.
Oben angekommen ging er nach rechts und stellte die Tasche auf einem kleinen Sofa ab, das zwischen zwei Türen an der Wand stand. Das Zimmer daneben war seins. Die Dielen knarrten, als er den Raum betrat. Selene lehnte sich mit ihrem Bier in der Hand gegen den Türrahmen.
Aus dem schwachen Glimmen im Kamin schossen plötzlich Flammen in die Höhe. Das Feuer loderte wie selbstständig auf und brannte, als hätte jemand Holz nachgelegt.
Selene runzelte die Stirn. „Warst du das?“, fragte sie erstaunt.
Er schaute über die Schulter und nickte.
„Du kannst Feuer machen!“, rief sie übertrieben und lachte. „Kannst du auch Erde, Wasser, Wind und Liebe machen? Dann wärst du Captain Planet!“
Er grinste. „Comic-Fan?“
„Nicht wirklich. Aber das ist hängen geblieben …“
Roven stellte sein Bier neben das Foto auf der Kommode, öffnete den Kleiderschrank, der von innen mehr nach einem Waffenschrank aussah, und zog seinen langen Ledermantel aus. „Ich kann Liebe machen. Reicht das?“ Er schaute sie mit einem bedeutungsschweren Blick an.
Selene versuchte sich das Grinsen zu verkneifen. Klappte nicht ganz. „Nicht für Captain Planet“, antwortete sie und schüttelte den anderen Gedanken ab. Klappte auch nicht.
Roven wandte sich wieder dem Mantel zu, begutachtete das Material und warf ihn schließlich auf den kleinen Sessel neben dem Schrank. „Der ist hinüber.“ Er schnallte die Schwerthalterung ab und zog das Eisen aus der Scheide, hängte die Halterung in den Schrank und ging mit dem Schwert ins Badezimmer. Selene schaute um die Ecke. Er säuberte es mit einem schwarzen Tuch.
„Wie oft verletzt du dich so stark?“, fragte sie, als er zurückkam.
„Nicht oft.“
„Was war heute anders?“
Er antwortete nicht, hängte das Schwert in den Schrank und schnallte das Messerhalfter ab, das er um die Brust getragen hatte. Es sah zerschnitten aus und landete ebenfalls auf dem Hocker. Im Schein des Feuers erkannte Selene goldenes Blut an seiner linken Schulter. Und als er sich umdrehte, sah sie den Schnitt quer über seiner Brust, einen weiteren an seinem Rippenbogen. Sie holte erschrocken Luft. Roven schaute hoch. „Sieht schlimmer aus, als es ist.“
„Tatsächlich?“ Selene stützte sich vom Türrahmen ab und ging ins Zimmer.
Der Akkadier zog sein T-Shirt über den Kopf und warf es auf den Haufen mit kaputten Sachen, kam ihr entgegen und trank einen Schluck Bier. Sie gab sich Mühe, ihm ins Gesicht zu gucken, aber bei dem Körper fiel es schwer. Roven war ein wirklich schöner Mann. Hatte breite Schultern, kräftige Arme, einen flachen Bauch. Muskeln an den richtigen Stellen. Er wirkte massig, aber nicht grobschlächtig. Seine Bewegungen waren elegant und gleichzeitig kraftvoll. Er stellte die Flasche ab und schluckte mehrmals.
Selene ging etwas durch den Kopf. „Darf ich dich was fragen?“
„Klar.“
„Warum hast du keine Frau?“
Er zog die Augenbrauen zusammen, wirkte irritiert. „Muss ich eine haben?“
Sie lächelte. „Nein, aber du bist ja nun nicht gerade der Hässlichste …“
Er sah ihr lange in die Augen, schaute dann nach unten. War er verlegen? Roven zuckte mit der Schulter und ging Richtung Bad. „Ich denke, das liegt an den Umständen.“
Selene folgte ihm und entdeckte eine Tätowierung auf der Schulter, konnte sie aber nicht richtig erkennen. „Gibt es bei euch keine Frauen?“
„Doch, aber sehr wenige.“
„Mangelware?“
„Genau.“ Er stellte das Bier ans Waschbecken, suchte Verbandszeug aus dem Schubfach und packte ein Pflaster aus. Selene wollte ihm helfen, da schlug er es halbherzig auf den Schnitt am Unterarm, sodass es irgendwie in Falten kleben blieb.
„Mach das doch ordentlich …“ Sie verkniff sich ein genervtes Ausatmen. „Musst du das nicht desinfizieren?!“
„Nö.“ Roven machte es einem nicht gerade leicht, für ihn da zu sein.
Er schnappte sich das nächste Pflaster. Selene zog es ihm aus den Händen. „Gib her, ich mach das.“ Sie hörte so etwas wie ein leises Knurren, beachtete es erst gar nicht und zog die Schutzstreifen ab. „Heb mal deinen Arm.“

Roven schaute nach unten, atmete den Duft ihres Haares ein und beobachtete jede Bewegung ihrer Finger. Er hob den linken Arm, sodass dieser über ihrem Kopf schwebte und sie mühelos hätte umarmen können. Der Frust über den verlorenen Kampf verschwand im Hintergrund. Er genoss es, sie so nah bei sich zu haben. Da konnte er selbst die Schmerzen leicht ignorieren.
Mit dem Pflaster in der Hand betrachtete Selene die Wunde. „Ich sollte wenigstens das getrocknete Blut abwaschen.“
„Da hängt ein Waschlappen neben meinem Handtuch.“
Sie drehte sich um, machte den Lappen einhändig nass und tupfte um die Wunde herum. Roven musste schmunzeln.
„Was ist?“
„Schon gut.“ Seine Verletzungen waren noch nie so vorsichtig behandelt worden. War unnötig, trotzdem fand er es schön.
„Nicht doch lieber desinfizieren?“, fragte sie und schaute unter seinem Arm hoch.
Er schüttelte den Kopf. Sein Blick blieb an ihren Lippen hängen, die sich skeptisch verzogen. Stille dehnte sich aus. Er wollte sie küssen.
Selene riss sich von seinem Blick los und schaute wieder auf den Schnitt. „Warum nicht?“
Er holte Luft. „Es kann sich nicht entzünden. Ich bin immun gegen normale Keime.“
„Okay.“ Sie nahm das Pflaster und legte es vorsichtig über die Wunde, drückte es sanft fest und strich noch ein paar Mal drüber. Ein Kribbeln zog durchs Rovens Körper und stachelte seine innere Bestie an.
„Dir scheint das Spaß zu machen“, stellte er fest.
„Ich mach’s halt gerne ordentlich.“
„Mhm, ich auch.“
Sie warf ihm einen irritierten Blick zu und schüttelte schmunzelnd den Kopf, fing dann an, den Schnitt über seiner Brust sauber zu tupfen. Selene legte die freie Hand an seinen Rippenbogen, vermutlich unbewusst. Er verspannte sich, biss die Zähne zusammen und sah im Spiegelbild, wie seine Augen heller wurden. […] Nach einer Weile hielt sie inne und betrachtete die offene Wunde. „Fast kann ich beobachten, wie es zuwächst.“
Er spürte ihren Atem auf der Haut.
„Wie lange dauert es gewöhnlich, bis so was heilt?“
„N halben Tag etwa.“
„Wahnsinn.“
Das dachte er auch. Sie drehte sich zum Waschbecken, um ein großes Pflaster auszupacken. Dabei rutschte sein Blick zu ihrem Hintern. Rein logisch betrachtet, war sie eine ganz normale Frau. Mit eher kleinen Brüsten und einem Knackarsch. Wie viele Frauen. Und trotzdem war bei ihr alles anders. Nichts war normal. Alles Verführung. Er ballte seine Hände zu Fäusten, aus Angst, was er sonst mit ihnen tun würde.
Als Selene sich wieder umdrehte, begegnete sie seinem Blick. „Wo hast du hingeschaut?“
„Auf deinen Hintern.“
„W… Und das sagst du einfach so?“
„Klar. Er ist da. Er ist schön. Ich seh ihn mir gerne an.“
Sie wurde knallrot. Ihre Professionalität verschwand. Plötzlich zitterten ihre Hände. Sie starrte auf die Wunde und drehte das Pflaster, bis es passte. Drückte es hastig fest.
„Was stört dich daran?“, fragte er.
Sie sagte nichts. Schüttelte kaum merklich den Kopf. „Ich mag es nicht, wenn man mich verlegen macht.“
„Merk ich mir.“
„Danke.“
„Mache ich dann in Zukunft öfter.“ Er grinste sie an.
Sie seufzte genervt. „Umdrehen!“
„Aye …“
Selene tupfte den letzten Schnitt an seiner Schulter sauber. „Schöne Tätowierung. Ist das … Ishtar?“
„Nicht ganz …“ Das Detail über seine eigene Bestie behielt er lieber noch für sich. Die Infos ‚Bluttrinken‘ und ‚Gestaltwandler‘ teilte man lieber auf zwei Tage auf.
„Der Schnitt hat sie nicht getroffen. Als wäre sie ausgewichen.“
Roven schmunzelte. Wie recht sie hatte. Plötzlich spürte er eine Berührung auf der Tätowierung und erstarrte, presste die Lippen aufeinander und kniff die Augen zu. Selenes Finger streichelten den Körper des Löwen, und er fühlte es, als würde sie ihn streicheln. Roven wurde augenblicklich hart. Seine Vernunft verschwand irgendwohin außerhalb dieses Raumes. Er wollte Selene packen und gegen die nächste Wand drücken. Sein Tier warf sich auf den Rücken und lechzte danach, gekrault zu werden. Roven ging es ähnlich. Am liebsten zwischen den Beinen.
„Die Farben sind wunderschön …“, murmelte sie. Ihre Hand verschwand. Wenig später platzierte sie das Pflaster. „Fertig.“
Er drehte sich zu ihr, sah ihr in die Augen und bekam kaum noch Luft. Selene wich eine Winzigkeit zurück, die er sofort aufholte. Ihre Hände legten sich wie automatisch an seine Brust. Ihr Blick huschte zwischen seinen Augen hin und her.
„Sie leuchten“, hauchte sie.
„Ich weiß!“
„Heißt das, … du bist gerade wütend?“
„Nein …“
Mit letzter Beherrschung umfasste er vorsichtig ihr Gesicht und zog sie heran, beugte sich hinab und küsste sie. |…|

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*